Erinnerung

               Gerade als die Raupe dachte,
               ihr Leben sei vorbei
               wurde sie zum Schmetterling.
                   Peter Benary

    Raupe.JPG

   Erinnerung an das Vergangene ist "ein köstliches Gut", so wie es Dietrich Bonhoeffer
   beschreibt:

               Liebe und Erinnerung ist das, was bleibt,
               lässt viele Bilder vorüberziehen,
               uns dankbar zurückschauen auf die
               gemeinsam verbrachte Zeit.
               Wenn die Sonne des Lebens untergeht,
               leuchten die Sterne der Erinnerung.


   Wer selbst Kinder hat oder ein krankes Kind tröstend in den Armen gehalten hat, kann
   nachfühlen, wie tief und schmerzhaft eine Krebsdiagnose es trifft. Angst, Verzweiflung,
   Hilflsoigkeit und auch Wut über das nicht mehr selbst bestimmte Schicksal sind kaum
   zu beschreiben.
  
   Auch der Gedanke, dass ein Kind noch zu klein ist, um die Gefahr und die Konsequenzen
   ganz zu begreifen, das tröstet, hilft nicht - und es stimmt auch nicht. Selbst die Kleinsten
   spüren am Verhalten ihres Umfelds, vor allem der Eltern, dass etwas nicht stimmt.

   Lisann ist nicht mehr da. Das schmerzt sehr, weil von ihr nichts mehr folgt, keine neuen
   Erlebnisse und Erfahrungen aus einer gemeinsam erlebten Zeit mit ihr, die sich wiederum
   in dankbare Erinnerungen verwandeln.
Allein bleibt, uns zu freuen in tiefer Demut und
   Dankbarkeit über die Zeit, in der wir mit Lisann zusammensein durften.  

               Du lebst in unserer Erinnerung weiter. 
              
Es war die schönste Zeit.
       

               Du bist in unseren Herzen bis in alle Ewigkeit.

   Wir vermissen Lisann sehr. Ihr Tod ist für uns nach wie vor unbegreiflich und wird es
   immer bleiben. Wie gerne hätten wir sie bei uns, unter uns, wie gerne würden wir Lisann
   nicht nur in unseren Herzen tragen.

               Nicht das Freuen, nicht das Leiden
               stellt den Wert des Lebens dar.
               Immer nur wird das entscheiden,
               was der Mensch dem Menschen war.


   We miss you so! 


   Wenn man dem Tod eines Kindes überhaupt "einen Sinn" geben kann, dann unter anderem
   durch das Sammeln von Spenden für Vereine, die lebensbedrohlich erkrankten Kindern und
   deren Familien auf unterschiedlichste Weise helfen.

   Speziell die Vereine Anna e.V. und Förderverein für krebskranke Kinder Tübingen e.V.
   haben unserer Familie auf dem letzten gemeinsamen Weg von Lisanns Lebensreise und in
   der Zeit danach mit ihren Angeboten sehr geholfen. Dafür sind wir immer dankbar. Und
   diese Dankbarkeit wollen wir ein Stück zurückgeben, für die Kinder und ihre Familien,
   die einen solchen Weg noch vor sich haben.

   Deshalb sollen die Seiten "Abschied und Trauer" und "Leben und Glück" als Gegenpole
   ein Teil
dankbarer Erinnerung und des Ausblicks sein. Denn in der Mitte der "Vergangenheit"
   und "Zukunft"
steht das "Hier und Jetzt", das was wir alleinig bestimmen und gestalten
   können.

   Erfahren Sie auf den folgenden Seiten mehr von Lisann und was ich zu den beiden "Polen"
   mitzuteilen habe.

               Lisanns Lebensreise      = Lisann und ihr Leben

               Abschied und Trauer    = der "negative Pol" im Leben

               Leben und Glück           = der "positive Pol" im Leben

             
   Ich gehe davon aus, dass auch Lisann uns das so sagen würde. Und vielleicht würde sie es
   mit diesen Worten zusammenfassen:

               Nutzen wir das bisschen Zeit,
               das wir haben, um Erinnerungen zu schaffen,
               die es wert sind,
               mit einem Lächeln bedacht zu werden.
               Wir erinnern und lächeln.