Geschichten

               Sogar wenn er verfolgt wird, ist der Schmetterling nie in Eile.
                   Japanisches Sprichwort

    Distelfalter.JPG

   Ein jedes Leben ist eine Geschichte. In einem Leben verbinden sich Geschichten
   mit Geschichten und bilden eine neue Geschichte.
  
   Das ist eine Geschichte mit der Botschaft: Wenn du nicht lebst, dann versäumst du
   das Leben. Einer Kerze wäre das beinahe passiert.

               Die Angst der Kerze

               Eines Tages kam ein Zündholz zur Kerze und sagte:
               “Ich habe den Auftrag, dich anzuzünden.”

               “O nein!” erschrak da die Kerze. “Nur das nicht.
               Wenn ich brenne, sind meine Tage gezählt!

               Niemand mehr wird meine Schönheit bewundern!”
               Und sie begann zu weinen.

               Das Zündholz fragte: “Aber willst du denn dein Leben
               lang
kalt und hart bleiben, ohne je gelebt zu haben?”

               “Aber brennen tut doch weh und zehrt an meinen Kräften”,
               schluchzte die Kerze unsicher und voller Angst.

               “Das ist schon wahr.” entgegnete das Zündholz. “
               Aber das ist doch auch das Geheimnis unserer Berufung:
               Wir sind berufen, Licht zu sein. Was ich tun kann, ist wenig.

               Zünde ich dich aber nicht an, so verpasse ich den Sinn
meines Lebens.
               Ich bin dafür da, das Feuer zu entfachen.
Du bist die Kerze.
               Du sollst für andere leuchten und Wärme
schenken.
               Alles, was du an Schmerz und Leid und Kraft
hingibst, 
               wird verwandelt in Licht.
               Du gehst nicht verloren,
wenn du dich verzehrst.           
               Andere werden dein Feuer
weitertragen.
               Nur wenn du dich versagst, wirst du sterben.”

               Da spitzte die Kerze ihren Docht und sprach voller Erwartung:
               “Ich bitte dich, zünde mich an.”
  


                   aus www.zeitzuleben.de, Verfasser unbekannt,
Geschichte leicht überarbeitet

   Geschichten sind ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens. Wir schreiben selbst
   Geschichte und wir liefern Stoff für Geschichten. Man denke nur an die Gespräche
   bei Familienfeiern und Festtagen, wenn Anekdoten über jemand erzählt werden.

   Geschichten regen an, zum Nachdenken, zum Reflektieren an.


   Ich halte Geschichten und Zitate für wichtige Leitgedanken unseres Lebens.
   Daraus leite ich meinen Glauben ab. Dabei sind für mich "Zitate" aus der Bibel,
   wie z. B. die 10 Gebote, genauso wichtig, wie Aussagen aus anderen Religionen,
   die zu meinem Denken und Handeln, zu meiner Logik passen, so wie ich das
   Leben verstehe und leben möchte.


   Ein paar Geschichten als Impulse

   Hier ein paar Geschichten, die mich beeindruckt haben und die dich vielleicht auch
   zum Nachdenken anregen werden. ;o)


   Diese Geschichte begegnete mir im Internet, als ich nach Informationen zu Lisann's
   Hirntumor gesucht habe. Es ist die Geschichte mit der Botschaft, nie aufzugeben.

                Nie_aufgeben.pdf
  
   Im Jahr 1957 geboren, gehöre ich zu einer Generation von Menschen, die das Privileg
   genossen haben, von Anfang an auf sich allein gestellt zu sein. Dafür bin ich dankbar,
   denn ich habe schon früh gelernt, Verantwortung für mich selbst zu übernehmen.
   Denn niemand als du selbst, bist für dein Leben, dein Tun, dein Wirken, deine ganz
   persönliche Geschichte verantwortlich.

                Genauso_war_das.pdf

 
   Das ist eine Geschichte, die uns mitteilt, dass wir manchmal einfach Glück haben,
   was uns das Leben oder wer auch beschert, dass alles eine "Fügung" oder ganz
   einfach Zufall ist.

                So_ein_Unglück.pdf

   Wie wertvoll jeder Mensch ist, das zeigt diese Geschichte.

                du_bist_wertvoll.pdf
  
   Ein Vater zeigt seinem Sohn eine andere Sicht der Dinge und der Sohn ist dankbar dafür.

                Arme_Leute.pdf

   Diese Geschichte zeigt schnell, wer die größeren Probleme hat.

                Die_Probleme_der_anderen.pdf
  
   Zuversichtlich durch´s Leben zu gehen, ist der beste Schutz vor den vielen Wechselfällen
   des Lebens.

                Die_Fähre_der_Zuversicht_-_Geschichte.pdf

   Ein Kind beschämt seinen Vater mit seinem Geschenk.

                die_goldene_schachtel_-_geschichte.pdf

   Eine Lehrerin hat eine wunderbare Idee: Sie lässt ihre Schüler notieren, was sie an
   den anderen schätzen.

                Dem_anderen_etwas_Schönes_sagen.pdf

   Diese Geschichte hat mich besonders berührt, von dem Jungen der unbedingt ein
   Hundewelpen kaufen möchte, den ein Geburtsschaden nicht so beweglich macht.

                Welpen_zu_verkaufen.pdf

   Wenn du auf der Suche bist, dann beginne immer bei dir selbst. :o)

                der_suchende_segler.pdf

    moirisee.jpg

     Ein europäischer Biologe hatte für eine Himalaja-Expedition eine Gruppe
     indischer Träger angeheuert.

     Der Forscher war in großer Eile, denn er wollte schnell an sein Ziel kommen.
     Nachdem die Gruppe den ersten
großen Pass überschritten hatte, erlaubte er
     ihnen eine kurze Rast.

     Nach einigen Minuten rief er aber wieder zum Aufbruch.
     Die indischen Träger blieben aber einfach auf dem Boden sitzen, als hätten sie
     ihn gar nicht gehört.
     Sie schwiegen und ihr Blick war zu Boden gerichtet.

     Als der Forscher die Inder schärfer aufforderte, weiterzugehen,
     schauten ihn einige von ihnen verwundert an. Schließlich sagte einer:
     "Wir können nicht weitergehen.
     Wir müssen warten,
bis unsere Seelen nachgekommen sind."

     
      Quelle unbekannt



   Was wir niemals vergessen dürfen

   Wir sind in der Weltgeschichte nicht einmal ein Wimpernschlag. Deshalb sollten wir
   uns nicht so wichtig nehmen. Wichtig wird man immer nur aus der Sicht von außen,
   von den Familienmitgliedern, den Freunden und Bekannten, den Kollegen, allen
   Menschen mit denen man eine gemeinsame Zeit verbringt.
   Dadurch dass wir in solche "Systeme", Gruppen von Menschen, eingebunden sind,
   werden sie zu einem Teil unserer Lebensgeschichte.
   Und wenn wir einmal nicht mehr da sind, werden wir zur Geschichte.

               Das was ich euch war, bin ich immer noch.
               Gebt mir den Namen, den ihr mir immer gegeben habt.
               Sprecht mit mir, wie ihr es immer getan habt.
               Gebraucht keine andere Redensweise,
               seid nicht feierlich und traurig, lacht weiter über das,
               worüber wir gemeinsam gelacht haben.
               Betet, lacht, denkt an mich.
               Warum soll ich nicht in euren Gedanken sein,
               nur eil ich nicht mehr in eurem Blickfeld bin.
               Ich bin nicht weit weg.
               Ich bin nur auf der anderen Seite des Weges.

   Schmetterlinge "gaukeln", oft vom Wind getragen, der ihr Richtung bestimmt.
   So ist es auch mit dem Leben. Wir "gaukeln" und werden dabei getragen von dem,
   was und wo wir sind und was wir glauben.
   Manche nennen es "Gott, der alles lenkt", manche "Schicksal". Ich orientiere mich
   am Satz der Shaolin-Mönche:
   "Das Leben ist nicht gerecht, das Leben ist nicht ungerecht, das Leben ist!"

                So wie der Wind mit den Bäumen spielt,

                so spielt das Schicksal mit den Menschen.
                Man sieht sich, man lernt sich kennen,

                gewinnt sich lieb und muss sich trennen.
                Der Mensch kann viel ertragen und erleiden,
                er kann vom Liebsten, was  er hat, in Wehmut scheiden.